PROkultur

Logical Framework Approach Beim Immobilienkauf sind 3 Dinge elementar: Lage – Lage – Lage. Übertragen auf Projektmanagement bedeutet diese „Message“: Zielarbeit – Zielarbeit – Zielarbeit, zumindetens am Anfang. Unser Eindruck nach über 25 Jahren Projektgeschäft ist: Es gibt immer noch Vorhaben, wo dieses nicht getan wird, zumindestens nicht handwerklich solide. Und: Je „politischer“ sie werden, um so eher wird Zielarbeit nur als nervig und störend empfungen. Das mag für viele Beteiligte so gehen, für den Projektmanager kann es zur Katastrophe werden – für das Projekt übrigens auch. Wir möchten an dieser Stelle nicht für Zielarbeit werben, vielmehr ein Werkzeug hierfür empfehlen: Das Logical Framework Approach, kurz LFA oder auch LogFrame oder Logical Framework Matrix.

Ein sperriger Name, nicht so smart wie der vom SMART-Modell, dafür aber das bessere Werkzeug. Entwickelt in den 60er Jahren von der US Agency of International Develomment und übernommen von anderen Entwicklungs-organisationen.

Logical Framework Approach Gerade wenn Projekte „politisch“ sind, dann ist das LFA eine „gute Waffe“. „Politsch“ ist eine wohlwollende Umschreibung für eine Melange aus „in der poltischen Welt“, „diffuse, unausgegorene, im Zweifel instabile Ziele“, „vermintes Terrain“, „hidden agendas“, usw..

Was bringt hier das LFA? Es zwingt zur Trennung von sog. Globalzielen, die häufig auch mehr den Charakter einer Motivation haben, und den sog. spezifischen Projektzielen. „Politische“ Aspekte haben in den spezifischen Projektzielen nichts zu suchen.

Die konkreten Projektziele müssen dann noch in die erwarteten Zielzustände übersetzt werden. Erst dann werden die notwendigen Aktivitäten entwickelt. Man begegnet damit auch mit diesem Zielmodell dem Drang, „einfach so los zu rennen“ – einem Drang, dem man gerade bei „politischen“ Projekten so gerne nachgibt!

Und wie in jedem guten Zielsystem sind die Absichten mit den projektbezogenen, meßbaren Konsequenzen zu belegen (vereinbarte Indikatoren und notwendige Ressourcen). Nebenbedingungen wie z.B. Projektrisiken gehören selbstverständlich auch dazu.

Bei manchen EU-Förderprogrammen ist das LFA bereits in der Antragstellung eine Standardvorgabe. Eine schöne Entwicklung.

Unsere Empfehlung ist daher naheliegend: Kein Projekt ohne angemessene Zielarbeit, alles andere wäre unklug. Das LFA wird häufig das Mittel der Wahl sein, professionelle Auftraggeber lassen sich auf diesen Dialog ein. „Versuch macht kluch“ und kann sogar Vergnügen machen.

Informationen gibt es im Web mehr als genug, hier nur ein paar Links:

– Wilm Feldt

Institut PROkultur, Anders F. Christensen, Westerallee 17, 24937 Flensburg, Tel. 0461-9041483